Die Grundregeln des faszinierenden Glücksspiels Poker

Texas Hold Em Begrifflichkeiten

Time Collection (Taxe)

Jeder Veranstalter, der Poker Turniere beziehungsweise lediglich Poker Tische anbietet, nimmt sich üblicherweise heraus, dass er Beträge von den Spielern einbezieht, um ein besseres Spielerlebnis gewährleisten zu können. Das bedeutet somit, dass die Spieler dafür bezahlen, dass ihnen die Möglichkeit des Spielens bereitgestellt wird. Dies kann in unterschiedlicher Form erfolgen.

Die erste Variante ist die sogenannte Time Collection. Hierbei bezieht das Casino jeweils nach einer bestimmten Spielzeit einen kleinen Betrag aller sich am Tisch befindlichen Spieler. Der Betrag wurde jedem Spieler mitgeteilt, bevor er sich an den Tisch gesetzt hat. Gängig ist, dass dies alle 30 Minuten passiert. Die Höhe kann dabei sehr unterschiedlich sein, richtet sich allerdings meistens nach den Blinds. Zum Beispiel kann der Betrag einem Small plus Big Blind entsprechen und ist damit in seiner Höhe akzeptabel. Diese Form der Bezahlung ist lediglich in Spielbanken üblich, Online Casinos verfahren meist mit anderen Methoden.

Die gängigste Methode online ist das Verrichten einer sogenannten „Taxe“. Dabei hält sich der Anbieter das Recht vor, dass er von jedem Pot eine „Steuer“ einbehält, in der Regel in Höhe von fünf Prozent. Dies ist beim Online Spiel deshalb gängiger, da die Taxe sofort berechnet werden kann. Bei Spielbanken hat es sich durchgesetzt, dass das Casino 5€ nach den ersten getätigten Einsätzen einbehält und ab weiteren 100€ im Pot noch einmal 5€ für sich veranschlagt. Meistens gibt es jedoch eine Maximaltaxe. Das bedeutet, dass die Spielbank ab gewissen Beträgen nicht mehr eingreift.

Bei Turnieren ist es üblich, dass ein gewisser Anteil am Buy In vom Veranstalter einbehalten wird. Da die Buy Ins letztendlich ausschlaggebend für das gesamte Turnierpreisgeld sind und dies meist eine beträchtliche Summe darstellt, ist dies für den Spieler die am wenigsten schmerzhafte Version der Taxe.

Table Stakes

Der Begriff Table Stakes umschreibt das Spielkapital von jedem einzelnen Spieler. Es wird zu Beginn eines jeden Spiels beziehungsweise bei Eintritt in eine Pokerrunde durch das sogenannte Buy In beschrieben. Die Höhe des Buy Ins ist im Vorfeld bereits vom Veranstalter oder Casino festgelegt worden. Wichtig ist, dass das Spielkapital niemals während eines einzelnen Spiels erhöht werden darf, nur zwischen zwei Runden ist es dem Spieler erlaubt, Geld, meist in der Form von Jetons, zuzukaufen. Der Zukauf muss mindestens in einer Höhe erfolgen, sodass das Spielkapital auf die Höhe des Buy Ins aufgestockt wird. Diese Regelungen gelten für das Cashgame beim Poker.

Bei Turnieren ist es dem Spieler nicht möglich, sein Kapital zwischen zwei Runden aufzustocken. Üblicherweise hat er jedoch die Möglichkeit eines Re Buy Ins. Das heißt, ein Spieler kann nach Verlust all seines Kapitals einen zweiten Versuch starten und sich noch einmal in das laufende Turnier einkaufen. Im Normalfall ist dies einmal im Turnierverlauf möglich. Es gibt jedoch auch Veranstalter, die die Möglichkeit des Re Buy Ins im Vornherein ausschließen.

Side Pot

Im Verlauf des Spiels wird es passieren, dass ein Spieler sein komplettes Spielkapital auf die jeweilige Hand wetten wird. Diese Form der Wette nennt man All In. Damit deutet er entweder an, dass er seiner Wette sehr sicher ist und mit der Hand viel Geld gewinnen will. Oder ein anderer Spieler hatte so hoch gesetzt, dass man dies nur mit einem All In 'callen' könnte. Man sagt hier: Er setzt ihn All In. Natürlich kann der All in gesetzte Spieler ab sofort in den folgenden Wettrunden nicht mehr am Erhöhen teilnehmen. Sind aber noch andere Spieler im Rennen um den Pot, können diese einen sogenannten Side Pot eröffnen und weiterhin wetten. Der All-In-Spieler ist selbstverständlich daran nicht beteiligt. Falls mehrere Spieler All In sind, können auch mehrere Side Pots eingerichtet werden.