Die Grundregeln des faszinierenden Glücksspiels Poker

Die unterschiedlichen Poker Limits beim Cashgame

Die Limits beim Poker geben an, wie viel Geld oder Chips beim jeweiligen Tisch, Turnier oder Server höchstens gesetzt werden dürfen. Dies wird bei einigen Formaten deshalb eingeschränkt, da sonst Amateurspieler mit wenig finanziellen Möglichkeiten vom Spielbetrieb abgeschreckt werden. Man schafft dadurch eine Trennung der Community in hobbymäßige Gelegenheitsspieler und risikofreudige Draufgänger. Natürlich ist die Unterteilung fließend und es gibt zahlreiche Optionen zwischen diesen beiden extremen Ausprägungen. Dennoch ist es wichtig, eine Einteilung zu erheben, um jedem Spieler maximalen Spielspaß zu garantieren.

No Limit Hold Em (NLHE):

Für die meisten Profis und professionellen Online Spieler ist das Format des No Limits Hold Em am beliebtesten und am gängigsten. Die einzige Einschränkung, welche dieses Format aufweist, ist die der Minimum Bet. Das bedeutet, dass der minimale Einsatz oder auch der kleinste Raise mindestens einem vorher festgelegten Wert entsprechen muss. Die meisten Online Casinos, aber auch konventionelle Spielbanken, nennen hier den Big Blind als Minimum Bet. Andere Formate fordern mindestens den Einsatz, der in der vorangegangen Runde erbracht wurde. Das Raise eines Spielers muss nun im Folgenden mindestens dem doppelten Wert des vorangegangenen Einsatzes entsprechen. Ein sogenanntes Reraise muss nun wiederum mindestens dem gerade erbrachten Wert gleich sein.

Ein Beispiel: Small Blind und Big Blind entsprechen den Werten 50 und 100. Nun muss der erste Spieler bei einem Call mindestens 100 setzen, will er jedoch erhöhen (raise), so ist der Minimumbetrag 200. Der Reraise wiederum muss nun allerdings nicht 400 sein, sondern kann dem zuvorigen Wert beim Raise entsprechen und beträgt somit mindestens 300.

Der höchstmögliche Einsatz bei dieser No Limit Variante ist, seinen kompletten Stack zu setzen, also alle Chips oder alles Geld, das vor einem auf dem Tisch liegt. Diesen Zug nennt man All In.

Pot Limit Hold Em (PLHE)

Bei dieser Variante darf jeweils nur so viel gesetzt werden, wie sich im Moment der jeweiligen Wettrunde im Pot befindet. Das bedeutet, dass pro Wettrunde die Einsätze höher werden können und beispielsweise im Preflop noch keine drastischen Erhöhungen möglich sind. Für Anfänger bietet diese Form der Limitierung den Vorteil, dass sie dazu kommen, mehr Hände zu spielen und nicht durch aggressive Spielweisen ihrer Gegner sofort ausgestochen werden. Für den fortgeschrittenen Spieler ist diese Variante eher unattraktiv, da man oft durch hohe Einsätze im Preflop den Flop, also das Aufdecken der ersten drei Community Cards, „teurer“ machen will.

Split Limit

Es werden zwei verschiedene Limits festgelegt, ein Low Limit und ein High Limit. Das Low Limit greift dabei bis zum Ende der zweiten Wettrunde, ab dann dürfen sich die Einsätze am High Limit orientieren und darüber nicht hinausgehen. Weiterhin darf pro Wettrunde nur dreimal gesteigert werden, das bedeutet Raise, Reraise und Cap. Meistens werden Low und High Limit an die Blinds angepasst. Beträgt der Small blind einen Wert von 10 und der Big Blind 20, so bedeutet das für das Low Limit ein Maximum an 20 und für das High Limit meistens das doppelte des Big Blinds, also 40. Diese Werte können jedoch von Casino zu Casino variieren.

Fixed Limit (LHE)

Diese Variante verhält sich ähnlich zu der Split Limit Version. Der einzige Unterschied besteht darin, dass die Einsätze in den gegeben Grenzen (zwischen Big Blind und Low/High Limit) nicht frei wählbar sind. Vielmehr wird vorgegeben, dass ein Einsatz im Low Limit einem Big Blind entsprechen muss, im High Limit zwei Big Blinds. Die maximale Anzahl an Erhöhungen wird ebenfalls im voraus festgelegt und beträgt auch hier meistens drei Erhöhungen pro Wettrunde.